Forschungsprojekt 2021–2025
Das Schäfersee-Verfahren® wurde von 2021 bis 2025 im Rahmen eines vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderten Verbundprojekts wissenschaftlich begleitet und weiterentwickelt. Ziel des Projekts war es, die ökologischen und mikrobiellen Wirkungen des Verfahrens in unterschiedlich belasteten Gewässertypen systematisch zu untersuchen und technisch so weiterzuentwickeln, dass ein kontrollierter und langfristig stabiler Betrieb möglich wird.
Aufbauend auf bereits zuvor gewonnenen praktischen Erfahrungen wurde das Verfahren im Projekt unter realen Betriebsbedingungen untersucht und weiterentwickelt. Dabei stand insbesondere im Fokus, wie sich die gezielte Steuerung von Nitrat- und Sauerstoffeinträgen auf Redoxprozesse, mikrobielle Gemeinschaften und interne Stoffflüsse im Gewässer auswirkt. Viele der untersuchten Gewässer wiesen zuvor typische Belastungssymptome auf: sauerstoffarme Tiefenzonen, Faulgasbildung, Geruchsereignisse und eine wiederkehrende Freisetzung von Nährstoffen aus dem Sediment.
Im Mittelpunkt standen dabei drei sehr unterschiedliche Projektgewässer: der Schäfersee in Berlin, der Fennsee in Berlin sowie das Jröne Meerke in Neuss. Gemeinsam bilden sie ein Spektrum von geschichtetem Stadtsee über hochbelastetes Regenwassergewässer bis hin zu einem künstlich angelegten Grundwassersee mit kleinem anoxischem Tiefenbereich.